Santa Maria
Unterkünfte in Santa Maria
Santa Maria, auch im Zusammenhang mit Santa Maria di Veggiano genannt, verbindet ländlichen Ortscharakter mit bedeutenden Spuren der Kulturgeschichte. Eine landwirtschaftlich geprägte Landschaft, bemerkenswerte rustikale Bauten und der Bacchiglione bestimmen den Rahmen. Für Reisende, die Venetien nicht nur über seine großen Städte, sondern auch über kleinere Orte und Wege erschließen möchten, liegen hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: sakrale Kunst, historische Architektur und Routen entlang des Flusses.
Kirche und sakrales Kulturerbe
In Santa Maria di Veggiano befindet sich die Pfarrkirche von der Geburt der seligen Jungfrau Maria. Hinter ihrem Hauptaltar hängt ein Gemälde von der Geburt Marias. Es stammt von G.B. Pellizzari, einem aus Verona stammenden Maler, der in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Padua tätig war. Der konkrete Bezug zu Padua und die Entstehungszeit des Malers ordnen das Bild in den historischen Kulturraum Venetiens ein, ohne die Kirche auf ein einzelnes Ausstattungsstück zu reduzieren.
Zum architektonischen Kulturerbe des Ortes gehört außerdem das Oratorio di Santa Eurosia. Es handelt sich um ein Nebenoratorium. Eine weitere historische Anlage ist die Villa Labia Tommasini. Sie wurde zwischen 1800 und 1822 von den Brüdern Domenico und Gaetano Tommasini auf einem älteren ländlichen Gebäude errichtet, das sich im Besitz der Grafen Labia befand. Die Villa gilt als typische palladianische Villa und besitzt an ihrer Fassade eine zweigeschossige Reihe von Loggien. Damit stehen in Santa Maria unterschiedliche Epochen und Bauaufgaben nebeneinander: Pfarrkirche, Nebenoratorium und repräsentative Villa.
Am Bacchiglione unterwegs
Der Fluss ist zugleich die wichtigste erkennbare Verbindung zwischen Landschaft und Routen. Die Ciclovia del Bacchiglione folgt dem Bacchiglione von Santa Maria di Veggiano bis an die Grenze zur Provinz Vicenza und weiter nach Codevigo nahe den Lagunen von Chioggia und Venedig. Eine zweite Einordnung bietet die Radroute „5 cycle tours: from Lake Garda to Venice“. Sie erreicht das Dorf Santa Maria di Veggiano, indem sie dem Verlauf des Bacchiglione folgt. So lässt sich der Ort sowohl im Zusammenhang einer regionalen Flussroute als auch als Station einer Verbindung zwischen Gardasee und Venedig betrachten.
Auch die Etappe W04 des Cammino Veneto delle abbazie e dei santuari verläuft bei Santa Maria di Veggiano am Bacchiglione. Dort führt sie über den unbefestigten Damm des Flusses und folgt ihm bis Longare. Der Vecchio Mulino ist über die Route bei Santa Maria erreichbar. Er bildet den erhaltenen Teil der alten Mühle von Selvarese, deren Ursprünge bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen.
Historische Landschaft am Vecchio Mulino
Der Vecchio Mulino liegt im Gebiet von Veggiano und ist von den Wassern des Bacchiglione sowie einer eindrucksvollen kultivierten privaten Parkanlage umgeben. Zusammen mit den rustikalen Bauten und der landwirtschaftlich geprägten Umgebung entsteht ein klarer ländlicher Ortscharakter. Santa Maria steht damit für eine Form der Venetien-Erkundung, bei der Flussverlauf, historische Bauwerke und Wege durch die Kulturlandschaft eng nebeneinander wahrgenommen werden können.
Für die weitere regionale Orientierung können Sie außerdem Vigodarzere, San Siro, Legnaro, Anguillara Veneta, Cadoneghe, Camposampiero, San Giorgio In Brenta und Piazzola Sul Brenta ansehen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Padua.