Camposampiero: Heiligtümer, Geschichte und Quelllandschaft
Unterkünfte in Camposampiero
Camposampiero verbindet sakrale Kunst, mittelalterliche Spuren, römische Landschaftsgeschichte und eine besondere Quelllandschaft. Für Ihre Reiseplanung bietet der Ort damit mehrere klar unterscheidbare Schwerpunkte: die Santuari Antoniani und ihre religiösen Zeugnisse, Wege mit Pilgerbezug, den Wochenmarkt auf der Piazza Castello sowie das naturkundlich geprägte Gebiet der Risorgive Fontane Bianche.
Heiligtümer und Kunst in Camposampiero
Ein zentraler kultureller Bezugspunkt ist das Santuario del Noce. Es wurde 1432 vom Grafen Gregorio Callegari di Camposampiero in Auftrag gegeben. Zum Heiligtum gehört ein Freskenzyklus von Girolamo Tessari, genannt Del Santo, der die dem heiligen Antonius zugeschriebenen Wunder darstellt. In der Apsis befindet sich außerdem ein Altarbild von Bonifacio De Pitati. Es zeigt den heiligen Antonius bei der Predigt vom Nussbaum. Ein weiterer sakraler Ort ist das Santuario della Visione. Dort wird die Zelle bewahrt, in der der heilige Antonius die Vision hatte, das Jesuskind zu umarmen. Die Madonna della Salute ergänzt dieses Ensemble als Renaissance-Oratorium der Volksfrömmigkeit in Camposampiero. Zusammen eröffnen diese Orte einen Zugang zu Kunst, religiöser Überlieferung und der Geschichte des heiligen Antonius, ohne dass die einzelnen Zeugnisse auf dieselbe Epoche oder denselben Darstellungstyp reduziert werden.Pilgerweg, Bahnhof und Orientierung vor Ort
Der Ultimo Cammino verbindet die Heiligtümer von Camposampiero mit dem Santuario dell’Arcella und der Basilica del Santo. Der Weg ist etwa 25 km lang und richtet sich damit an Reisende, die ihren Aufenthalt auch unter dem Gesichtspunkt eines längeren Pilger- oder Fußwegs betrachten. Für die Orientierung ist wichtig, dass das Gebiet der Santuari Antoniani vom Bahnhof Camposampiero zu Fuß in weniger als 10 Minuten erreichbar ist. Im Gebiet der Santuari Antoniani gibt es einen Buchladen, einen Selbstbedienungsbereich für Erfrischungen, Toiletten und einen Trinkwasserbrunnen. Diese konkret benannten Einrichtungen gehören zur örtlichen Orientierung rund um die Heiligtümer. Der Rad- und Fußweg Treviso–Ostiglia verläuft außerdem in der Nähe des Santuario del Noce.Markt, Mittelalter und römische Landschaft
Auf der Piazza Castello findet jeden Mittwoch ein städtischer Markt statt. Die Festa della Madonna della Salute findet in Camposampiero jährlich am 21. November statt. Eine andere historische Spur bildet die Torre della Rocca: Ihr hoher Turm ist das einzige greifbare Zeugnis der mittelalterlichen Vergangenheit von Camposampiero. Der Ort liegt zudem in der Landschaft der als Graticolato Romano bekannten römischen Zenturiation, die etwa im 1. Jahrhundert v. Chr. angelegt wurde.Risorgive Fontane Bianche
Zwischen den Gemeinden Santa Giustina in Colle und Camposampiero liegt das Gebiet Risorgive Fontane Bianche. Der dortige naturkundliche Parkbereich umfasst die Chiesetta di San Prosdocimo aus dem 18. Jahrhundert und ein von Quellauftrieben geprägtes Feuchtgebiet. Die Quellgewässer der Risorgive Fontane Bianche prägen eine artenreiche Flora und Fauna, die teilweise in der Gegend endemisch ist. Das Gebiet wird für naturkundliche Besuche aufgesucht und setzt damit einen deutlichen Landschaftsakzent neben den Heiligtümern und historischen Bauwerken. Weitere Ziele derselben Auswahl: Lissaro, Galzignano Terme, Albignasego, Arquà Petrarca, San Martino Di Lupari, Trebaseleghe, Terradura, Anguillara Veneta.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Padua.
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