Pieve di Cadore – Kultur, See und Dolomitenrouten
Unterkünfte in Pieve Di Cadore
Pieve di Cadore lässt sich über mehrere klar unterscheidbare Themen entdecken: römische Geschichte, das Umfeld von Tiziano Vecellio, die Entwicklung der Brillenherstellung sowie Wege durch die Landschaft der Dolomiten. Der Ort überblickt den Centro-Cadore-See; der Ausblick gilt als einer der eindrucksvollsten in den Dolomiten. Für Ihre Reiseplanung verbindet sich damit ein kultureller Aufenthalt mit konkreten Routen und einzelnen Aussichtspunkten.
Römische Spuren und bürgerliche Geschichte
Im Museo Archeologico Cadorino wird der Mosaikboden einer römischen Villa ausgestellt. Die archäologischen Überreste dieser Villa aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. sind unterhalb des Rathauses von Pieve di Cadore freigelegt. Beide Orte zeigen unterschiedliche Seiten desselben historischen Themas: Im Museum steht ein erhaltenes Ausstattungselement im Mittelpunkt, während unterhalb des Rathauses die baulichen Überreste sichtbar sind.
Der Palazzo della Magnifica Comunità di Cadore gilt in Pieve di Cadore als Symbol des bürgerlichen Lebens. Eine weitere historische Station ist das Forte di Monte Ricco. Es war früher eine antike Burg und ist heute ein Erinnerungsort mit kultureller Nutzung. So reicht das kulturelle Profil des Ortes von archäologischen Funden bis zu Gebäuden und Orten, deren Bedeutung sich über verschiedene Zeiten hinweg erschließt.
Tiziano Vecellio und die Museen des Ortes
Die Casa Natale di Tiziano Vecellio ist ein zweigeschossiges Gebäude aus Mauerwerk. Zu seinen kennzeichnenden Bauelementen gehören hölzerne Laubengänge, eine außenliegende Holztreppe und ein mit Schindeln gedecktes Satteldach. Im Erdgeschoss werden Reproduktionen von Tizian-Zeichnungen aus der Sammlung der Uffizien in Florenz sowie Dokumentationen über den Maler gezeigt. Der Besuch verbindet damit die konkrete Architektur des Hauses mit einer Einführung in das Werk und die Person des Malers.
Ein anderes Themenfeld behandelt das Museo dell'Occhiale. Seine Sammlungen vermitteln einen Einblick in Handwerk, Technologie und Innovation der Optik und Brillenherstellung. Außerdem behandelt das Museum die Entwicklung des Industriebezirks der Brillenherstellung in der Provinz Belluno. Wer sich für regionale Wirtschaftsgeschichte interessiert, findet hier daher einen Zugang, der über einzelne Ausstellungsstücke hinaus auf die Entwicklung eines ganzen Produktionsbereichs verweist.
Seeausblick und Spazierweg
Ein Spazierweg führt zum Parco del Roccolo di S. Alipio. Dort liegt eine Panoramaterrasse über dem See von Pieve. Dieser Weg ergänzt die Museen und historischen Gebäude um einen Aufenthalt im Freien, bei dem der Seeausblick den konkreten Zielpunkt bildet. Der Blick auf den Centro-Cadore-See gehört zugleich zu dem Landschaftscharakter, der Pieve di Cadore im regionalen Umfeld erkennbar macht.
Dolomitenrouten mit unterschiedlichen Profilen
Die Alta Via delle Dolomiti Nr. 4 ist eine etwa 85 Kilometer lange Route in sechs Etappen von San Candido im Pustertal nach Pieve di Cadore. Pieve di Cadore ist damit der dokumentierte Zielpunkt dieser Route. Die Lunga Via delle Dolomiti verläuft dagegen auf ihrer Strecke zwischen Calalzo di Cadore und San Vito di Cadore durch Pieve di Cadore. Die Alta Via endet in Pieve di Cadore, während die Lunga Via durch den Ort führt.
Die Lunga Via delle Dolomiti folgt der ehemaligen Dolomitenbahn. An ihrer Strecke sind originale Bahnhöfe, Tunnel und Brücken erhalten. Die Route ist vollständig für den Verkehr gesperrt und asphaltiert. Ihre Steigungen sind konstant und gelten als leicht zu bewältigen. Damit steht bei dieser Strecke neben der Landschaft auch die Verbindung von Radroute und ehemaliger Bahntrasse im Vordergrund.
Weitere Ziele im Reisebereich
Für die weitere Orientierung können Sie auch Mareson-Pecol, Pian del Cansiglio, Canale D'agordo, Perarolo di Cadore, Agordo, Canai, Soccher und Castello Lavazzo als weitere Ziele im übergeordneten Reisebereich betrachten.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Belluno.