Perarolo di Cadore: Holzgeschichte und Flusslandschaft
Unterkünfte in Perarolo di Cadore
Perarolo di Cadore zwischen Holzgeschichte und Flusslandschaft
Perarolo di Cadore verbindet eine klar erkennbare Holzgeschichte mit den Flusslandschaften von Piave und Boite. Wenn Sie einen Ort nicht nur über seine Lage, sondern auch über seine historischen Spuren und besonderen Schauplätze kennenlernen möchten, finden Sie hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: ein Museum im Ortszentrum, einen Garten mit Holzbezug, Wege am Wasser und eine markante Brücke im Val Montina.
Holzhandel, Cidolo und Giardino di Palazzo Lazzaris
Im Zentrum von Perarolo di Cadore befindet sich das Museo del Cidolo e del Legname in einem eleganten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das von einem terrassierten Garten umgeben ist. Das Museum vermittelt die Geschichte des historischen Holzhandels in Perarolo di Cadore. Dabei geht es um Baumstämme, die über Piave und Boite bis nach Venedig geflößt wurden. Der Cidolo war eine Flussanlage, die Baumstämme aufhielt, zurückhielt und sortierte. Der Begriff bezeichnet damit keinen allgemeinen Holzplatz, sondern eine konkrete Einrichtung innerhalb dieses historischen Arbeitszusammenhangs.
Ein zweiter Schwerpunkt liegt im Giardino di Palazzo Lazzaris. Dort stehen zwei kürzlich restaurierte Holzpagoden, Beete mit aromatischen Pflanzen und ein kleines Museum zur Geschichte des Holzhandels und des Cidolo. Für Ihre Orientierung gehört auch eine Einschränkung zum Bild dieses Gartens: Treppen bilden dort architektonische Barrieren. Die Anlage sollte daher nicht allein nach ihren Themen, sondern auch nach ihrer baulichen Gestaltung eingeordnet werden.
Piave und Boite als Landschaftserlebnis
Am Zusammenfluss von Piave und Boite wird Fliegenfischen nach den Prinzipien des „Catch and Release“ praktiziert. Entlang beider Flüsse verlaufen Wege an klaren Tümpeln, wilden Ufern und wechselnden Spiegelungen. So zeigt sich die Wasserlandschaft nicht nur als historischer Schauplatz des Holztransports, sondern auch als eigener Erfahrungsraum mit unterschiedlichen Uferbildern und einer ausdrücklich genannten Form des Fischens.
Kirche, Festtag und Passerelle
Die Chiesa parrocchiale San Nicolò wurde erstmals 1455 aus Steinen errichtet, die beim Bau der Brücke über den Boite übrig geblieben waren. Die Entstehungsgeschichte verknüpft das Gotteshaus damit direkt mit einem konkreten Bauereignis am Fluss. Zur örtlichen Tradition gehört außerdem die Festa patronale zu Ehren des heiligen Nikolaus, die in Perarolo di Cadore jedes Jahr am 6. Dezember gefeiert wird.
Ein deutlich anderes Wahrzeichen ist die schwebende Passerelle von Perarolo im Val Montina. Sie ist eine 103 Meter lange tibetische Brücke mit einer durchschnittlichen Höhe von 90 Metern. Ihre Maße geben diesem Schauplatz einen eigenen Charakter und unterscheiden ihn klar von den musealen, kirchlichen und flussnahen Themen des Ortes.
Weitere Ziele zur Reiseorientierung
Wenn Sie neben Perarolo di Cadore weitere Ziele vergleichen möchten, können Sie auch Trichiana, Caviola, Taibon, Ornella, Cencenighe Agordino, Dont, Valle Di Cadore und Selva Di Cadore einbeziehen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Belluno.