Campagna: Muvar, Val Rosna und Sorriva
Unterkünfte in Campagna
Campagna ist ein passender Ausgangspunkt, wenn Sie prähistorische Geschichte, lokale Traditionen und Wege in der Umgebung von Sorriva miteinander verbinden möchten. Im Mittelpunkt steht das Muvar mit seinen Themen rund um den Menschen von Val Rosna. Ergänzt wird dieser kulturelle Schwerpunkt durch die Hochflächenlandschaft von Sorriva, den Unterlauf des Ausor, eine E-Mountainbike-Route und die Chiesa di San Giorgio.
Muvar und die Geschichte von Val Rosna
Im Muvar vertiefen neun Ausstellungsräume die Themen rund um das Begräbnis des Menschen von Val Rosna. Dazu gehören die Fundorte, die Lebensweise des prähistorischen Menschen und die besondere Bestattung. Der Mensch von Val Rosna lebte vor 14.000 Jahren. Seine mit bemalten Steinen bedeckte Bestattung gilt als eine der ältesten bekannten Formen der Grabkunst. Zum Themenfeld gehört außerdem der Jäger von Val Rosna, der möglicherweise als der erste bekannte Mensch der Geschichte gilt, der wegen einer Karies zahnmedizinisch behandelt wurde.
Das Muvar bietet Führungen, pädagogische Workshops, Ausflüge in der Umgebung und Aktivitäten zur Living History an. Damit können Sie den Ort über unterschiedliche Vermittlungsformen kennenlernen, ohne dass der Besuch auf die Ausstellungsräume allein begrenzt ist. Für die konkrete Planung ist die Besuchsregel wichtig: Im November bleibt das Muvar geschlossen; Besuche von Gruppen und Schulklassen sind nach Reservierung möglich.
Adresse und Orientierung bei Sorriva
Das Muvar befindet sich in Località Campagna di Sorriva, 32030 Sovramonte (BL), Italien. Sorriva liegt auf einer ebenen Hochflächenlandschaft, in der seit Jahrhunderten Getreide, Hülsenfrüchte und Kartoffeln angebaut werden. Diese Landschaft bildet den regionalen Rahmen für Wege und Ortsbezüge, die sich unabhängig vom Ausstellungsthema erschließen lassen.
Der Weg „La via dell’acqua: basso corso dell’Ausor“ verläuft zwischen der Ebene von Sorriva und dem Unterlauf des Ausor. Eine E-Mountainbike-Route startet in Sorriva, führt über Servo in Richtung Aune und anschließend über Prese auf einer Schotterstraße bis Col di Mic; danach kehrt sie nach Sorriva zurück. Beide Wegbeschreibungen nennen Sorriva als wichtigen Bezugspunkt, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte: Der erste Weg folgt dem Bezug zum Wasserlauf, die zweite Route verbindet mehrere Orte und führt über eine Schotterstraße.
Tradition und Ortsbild
Zur jährlichen San-Giorgio-Tradition gehört es, eine große Kupfermarmitte mit „la menestra de San Dordi“, einer Bohnensuppe, zu den Häusern in der Umgebung zu tragen. Die Chiesa di San Giorgio erhebt sich auf der ebenen Fläche bei Sorriva. Zusammen mit den archäologischen Themen des Muvar ergibt sich so ein Ortsbild, in dem prähistorische Geschichte, religiös geprägter Raum und eine lokale Speisetradition nebeneinanderstehen.
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