venezianische Villenkultur - Urlaub in Venetien

Veneto, Bagnolo: Villa Pisani-Ferri
Die Villa Pisani-Ferri ist nur eine von mehreren Tausend Villen, die man der venezianischen Villenkultur zurordnet.

Was wäre Venetien ohne die venezianische Villenkultur? Im 15. Jahrhundert war Venetien Ziel vieler Geschäftsleute, Adlige und Arbeitssuchende. Der Handel über die Meere blühte und die Handelswege in den Norden wurden reichlich gepflastert, um auf gleiche Weise wieder zurück nach Venetien zu gelangen. Jedoch reichte irgendwann der Platz nicht mehr aus. Die Städte platzten förmlich und auch die Krankheiten schlichen sich in die Häuser. Wer konnte, baute außerhalb der Städte. Die Expansion war über Jahrhunderte unerschöpflich. Man sagt, dass zwischen dem 15. Bis 19. Jahrhundert mehrere Tausend venezianische Villen entstanden.

Die venezianische Villenkultur liefert heute Zeugnis ab, wie das Leben auf dem Land abseits der Städte sich gestaltete. Halb Schloss, halb Bauernhof, manchmal auch nur Schloss und dann wieder einfach und profan, so darf man sich die venezianische Villenkultur heute vorstellen. Viele Reiseführer bieten auf ihren Kulturreisen Venetien Ausflüge zur venezianischen Villenkultur in Venetien an und folgen dabei oftmals den Spuren des Andrea Palladio, welcher als Architekt im 16. Jahrhundert mit seinem klassizistischen Baustil für die Architektur der venezianischen Villenkultur richtungsweisend war. Es sollten damals Wohnobjekte geschaffen werden, die in erster Linie die sogenannte Oberschicht anspricht. Viele dieser venezianischen Villen tragen wunderbare Freskenmalereien, man spricht von Harmonie und Glanz und sind aus diesem Grund eine Reise zur venezianischen Villenkultur wert. Man sagt, dass man etwa 60 Villen im Umkreis von Vicenza dem Palladio zuordnen darf. Die Villa „La Rotanda“ soll die berühmteste aller seiner Villen sein. Die venezianische Villenkultur lässt sich wunderbar mit einem Mietwagen aus Venetien erkunden. Diese sind unter anderem gleich am Flughafen Venedig buchbar. Auch das das Teatro Olimpico, die Palazzi Iseppo da Porto, die Villa Thiene , die Villa Caldogno, die Villa Barbaro und die Kirche "Tempietto“ lassen sich den Plänen von Palladio zuordnen. Die zuletzt genannte Villa ist Teil des Unesco-Welterbes.

Mit den Napoleonischen Kriegen verließen viele Venezianer ihre Häuser und leider verwaisten viele Häuser im Stil der venezianischen Villenkultur. Jedoch bemüht man sich jetzt, diese interessante venezianische Villenkultur durch Restauration wieder beleben zu lassen.

Katja Elflein

Foto: Enit De Agostini Picture Library

Datum: 23.08.2010

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