Montegaldella entdecken
Unterkünfte in Montegaldella
Montegaldella verbindet eine ebene Gegend am Fluss Bacchiglione mit bemerkenswerten Zeugnissen venezianischer Bau- und Ortsgeschichte. Wenn Sie Venetien individuell erkunden und dabei nicht nur ein einzelnes Bauwerk, sondern unterschiedliche kulturelle Themen kennenlernen möchten, bietet der Ort dafür mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte: eine zu Fuß oder mit dem Fahrrad zugängliche Route, Villen in Ghizzole, historische Sakralbauten und Veranstaltungen mit lokalem Bezug.
Am Bacchiglione unterwegs
Die Landschaft von Montegaldella ist eben und wird vom Bacchiglione durchquert. Eine besondere Verbindung von Bewegung und Ortsgeschichte bietet die Ciclabile del Saluto. Sie ist mit dem Fahrrad oder zu Fuß zugänglich. Entlang der Strecke erklären 20 Informationstafeln die Ursprünge und die Geschichte des Grußes. Damit steht hier nicht nur die Fortbewegung im Mittelpunkt: Die Route vermittelt auch einen konkreten historischen Inhalt, den Sie während eines Spaziergangs oder einer Fahrradtour verfolgen können.
Zum Ortsbild gehört außerdem das Monumento del Saluto in Montegaldella. Es wird als weltweit erstes Denkmal für „Ciao“ bezeichnet. Das Monument ist ein zwei Meter hohes Flachrelief aus Berici-Stein und steht vor dem Rathaus von Montegaldella. Für Ihre Orientierung vor Ort ist damit ein genau benannter kultureller Bezugspunkt verbunden, der sich von der Route der Ciclabile del Saluto unterscheidet.
Villen und historische Zeugnisse in Ghizzole
In Ghizzole befindet sich die Villa Ragona. Girolamo Ragona beauftragte Palladio damit, in seiner ländlichen Residenz einen Palast zu errichten. Der Kernbau der Villa Ragona wurde zwischen 1553 und 1555 errichtet. Die Jahreszahlen ordnen das Bauwerk in die Renaissance ein, ohne dass daraus eine Aussage über aktuelle Besichtigungsmöglichkeiten abgeleitet werden sollte.
Eine weitere dokumentierte Anlage ist die Villa Conti Lampertico Campagnolo, genannt La Deliziosa. Sie wurde, wenn auch nicht vollständig, im Jahr 1622 von Graf Piero Conti und seinen Nachkommen errichtet. In ihrem Garten stehen zahlreiche Statuen von Masken des italienischen Theaters des 18. Jahrhunderts, die Orazio Marinali und seiner Werkstatt zugeschrieben werden. Für die konkrete Besuchsplanung ist entscheidend: La Deliziosa ist Privateigentum und nicht öffentlich zugänglich.
Kirche, Ghiacciaia und Kulturveranstaltungen
Die alte Pfarrkirche S. Michele Arcangelo in Montegaldella stammt wahrscheinlich aus der Langobardenzeit. Sie ist 61,45 Meter hoch und verfügt über ein Geläut aus 12 an Seilen gespielten Glocken. Eine Gruppe von Glöcknern betreibt und pflegt die Glocken von S. Michele Arcangelo und ist seit 1980 aktiv. So stehen an der Kirche sowohl ihre vermutete frühe Entstehung als auch eine bis in die Gegenwart reichende Pflege des Geläuts im Mittelpunkt.
La Ghiacciaia stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und diente in der Vergangenheit der gesamten Gemeinschaft zur Aufbewahrung von Lebensmitteln. Heute nutzt Ghiacciaia in Arte die alte Ghiacciaia als Bühne für Kulturveranstaltungen. Der Ort verbindet damit seine frühere gemeinschaftliche Funktion mit einer kulturellen Nutzung als Veranstaltungsraum.
Auch die Festa della Zucca gehört zu den dokumentierten Veranstaltungsthemen. Die von der Pro Loco Montegaldella organisierte Festa della Zucca findet in ihrer 15. Ausgabe statt und wird in Ghizzole in der zweiten Septemberhälfte veranstaltet. Wenn Sie Ihren Aufenthalt an einem solchen Termin ausrichten möchten, ist damit zumindest der örtliche und zeitliche Rahmen der Veranstaltung benannt.
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