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Vicenza entdecken: Palladios Stadt zwischen Kultur und Natur

Unterkünfte in Vicenza

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Vicenza: Palladios Stadtbild als UNESCO-Welterbe

Vicenza verbindet ein geschlossenes historisches Stadtbild mit bedeutenden Bauwerken, Museen und Landschaftsräumen. Die Stadt Vicenza und die Palladianischen Villen des Veneto bilden eine serielle UNESCO-Welterbestätte: Sie umfasst Vicenza und 24 über das Veneto verstreute Palladianische Villen. Besonders prägend sind die Palladio-Paläste, die in das mittelalterliche Stadtgefüge integriert wurden. Daraus entstanden malerische Ensembles und durchgehende Straßenfassaden, in denen sich venezianische Gotik mit Palladios gegliedertem Klassizismus verbindet. Zahlreiche Originalbauten Palladios machen Vicenza zu einem einzigartig erhaltenen Beispiel eines umfassenden humanistischen Konzepts, das auf einer lebendigen Interpretation der Antike beruht.

Basilica Palladiana, Theater und bedeutende Sammlungen

Die Basilica Palladiana ist für ihre von Andrea Palladio entworfene Serliana-Loggia bekannt. Sie umschließt den mittelalterlichen Palazzo della Ragione; seit 1994 gehört die Basilica zum UNESCO-Welterbe von Vicenza. Auf der Terrasse im zweiten Obergeschoss dieses monumentalen Renaissancebauwerks eröffnet sich ein 360-Grad-Blick über die gesamte Altstadt, die mittelalterlichen Dächer, die darunterliegende Piazza dei Signori und das natürliche Profil der Colli Berici. Auf dem Gebiet der Basilica befand sich einst das „Palatium vetus“, der erste Sitz der Stadtverwaltung von Vicenza und der Magistrate.

In der Basilica befindet sich außerdem das Museo del Gioiello. Das dauerhaft eingerichtete Museum umfasst 410 Quadratmeter und war das erste ausschließlich dem Schmuck gewidmete Museum in Italien; weltweit gehört es zu den wenigen Museen dieser Art. Die Ausstellung „GIOIELLO – ITALIA“ 2025–2027 verteilt sich auf sechs Säle und elf thematische Bereiche. Sie verfolgt die Entwicklung des Schmucks vom 5. Jahrhundert v. Chr. bis zum 21. Jahrhundert.

Das Teatro Olimpico war Andrea Palladios letztes Werk und gilt als ältestes überdachtes Theater der Welt. Die Accademia Olimpica gab es im Februar 1580 in Auftrag. Fünf Jahre später wurde es fertiggestellt und am 3. März 1585 mit einer Aufführung von Sophokles’ „König Ödipus“ feierlich eingeweiht. Eine Mitteilung der Stadt Vicenza vom 10. August 2026 führt für das Teatro Olimpico Öffnungszeiten von 10:00 bis 18:00 Uhr dienstags bis sonntags auf.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Palazzo Chiericati, den Andrea Palladio 1550 für Girolamo Chiericati entwarf. Seit 1855 ist er der historische Sitz des Museo Civico von Vicenza. Das Museum bewahrt und zeigt mehr als 35.000 Werke aus Malerei, Skulptur, Grafik und angewandter Kunst aus dem 13. bis zum 20. Jahrhundert. Das Palladio Museum liegt zehn Gehminuten vom Bahnhof Vicenza entfernt und bietet damit eine klar benennbare Orientierung für die Anreise zu einem zentralen Kulturthema der Stadt.

Monte Berico, Villen und sakrale Kunst

Auf dem Hügel südlich der Stadt liegt das Heiligtum Santa Maria di Monte Berico. Es entstand infolge zweier Marienerscheinungen am 7. März 1426 und am 1. August 1428 und war von Anfang an ein Ziel von Pilgerreisen. Andrea Palladio erweiterte das Heiligtum 1578 um ein großes quadratisches Kirchenschiff. Das Museo d’arte sacra di Monte Berico bewahrt Tausende Zeugnisse der volkstümlichen Frömmigkeit aus Vicenza sowie aus dem Veneto und der Lombardei. Die Bestände reichen vom 14. Jahrhundert bis in die Gegenwart und sind in sechs thematische Bereiche gegliedert, darunter die Geschichte des Heiligtums, liturgische Ausstattung, Votivgaben, die Ikonografie des Servitenordens und postbyzantinische Ikonen. Für die Verbindung von historischem Zentrum und Monte Berico bietet das Tourismusportal von Vicenza eine empfohlene GPX-Wanderung an.

Auch die Chiesa di Santa Corona ergänzt das kulturelle Profil der Stadt. In ihrem gotischen Inneren befinden sich Giovanni Bellinis „Taufe Christi“ und Paolo Veroneses „Anbetung der Könige“. Bei der Villa Valmarana ai Nani sind die Palazzina und die Foresteria mit Fresken der Tiepolo-Künstler ausgestattet. Freitags, samstags und sonntags können Besucher vom Parkplatz in der Via della Rotonda durch den Bosco gehen und ihren Besuch in der Foresteria und der Palazzina fortsetzen.

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Grüne Räume und Natur im Stadtgebiet

Vicenza besitzt auch unterschiedliche Landschaftsräume innerhalb des Stadtgebiets. Der Parco Querini wird von den Ufern des Bacchiglione, dem Nebenfluss Astichello und einem Abschnitt der venezianischen Stadtmauer entlang der Viale Rodolfi umgeben. Zu seiner Gestaltung gehören ein Teich mit einer von einem kleinen Tempel gekrönten Insel, ein Wäldchen und ein Fitnesspfad. Im Parco della Pace können unter anderem Reiher, Seidenreiher, Rehe, Frösche und Fische beobachtet werden. Fünf Zugänge für Fußgänger und Radfahrer sind über das städtische Radwegenetz gut erreichbar.

Die Villa Almerico Capra Valmarana, genannt „La Rotonda“, besitzt einen zentralen Grundriss auf quadratischem Grund, vier gleiche Fassaden mit sechssäuligen Pronaoi und Freitreppen sowie eine zentrale Kuppel. Zu den kulturell besonders interessanten Bereichen zählen der Garten rund um die Villa, die Freitreppen und die Pronaoi der Fassaden. Die Vicenza Gold Card ist ab Ausstellung zwölf Tage gültig und erlaubt einen Besuch pro teilnehmendem Standort.

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