Ganfardine
Unterkünfte in Ganfardine
Ganfardine verbindet die Geschichte eines Flugplatzes aus dem Jahr 1918 mit ausgewiesenen Naturräumen im Gemeindegebiet von Sommacampagna, darunter Ex Cava Ceriani und der Rio Ganfardine.
Der Flugplatz von Ganfardine und das Jahr 1918
Der Flugplatz von Ganfardine wurde zwischen Mai und Juni 1918 während der Battle of the Solstice in Betrieb genommen. Mehrere Ankünfte und Kommandostrukturen aus diesem Zeitraum geben der Geschichte des Platzes eine klar erkennbare zeitliche Abfolge.
Am 3. Mai 1918 traf die 134. Squadriglia mit Pomilio-PE-Flugzeugen auf dem Flugplatz von Ganfardine ein. Am 12. Mai 1918 folgte die 1. Sezione S.V.A. unter dem Kommando von Capitano Palli. Zwei Tage später, am 14. Mai 1918, traf die 75. Squadriglia da Caccia dort ein. Diese drei Daten zeigen die Bedeutung des Mai 1918 für die dokumentierte Entwicklung des Flugplatzes, ohne die einzelnen Einheiten oder Ereignisse zu einer einheitlichen Funktion zusammenzufassen.
Ab Juli 1918 beherbergte der Flugplatz von Ganfardine das Kommando des 3° Gruppo Aeroplani. Ein weiterer historischer Bezug ist für den 1. August 1918 festgehalten: An diesem Tag fand in Ganfardine ein Treffen zwischen Bischof Bartolomeo Bacilieri und König Vittorio Emanuele III. statt. Nach dem Ende der Kampfhandlungen war auf dem Flugplatz mindestens von 1923 bis 1940 eine private Flugschule in Betrieb. Damit reicht die dokumentierte Geschichte des Platzes über die Ereignisse des Jahres 1918 hinaus.
Ex Cava Ceriani und Rio Ganfardine
Ein anderer Zugang zu Ganfardine führt über die Landschaft und ihre ökologische Einordnung. Die Ex Cava Ceriani (Ganfardine) ist als eine von drei Zonen mit hoher Naturnähe im Gemeindegebiet von Sommacampagna ausgewiesen. Die Bezeichnung beschreibt dabei nicht nur einen Namen, sondern eine ausdrücklich festgehaltene Einstufung innerhalb des Gemeindegebiets.
Für die Ex Cava Ceriani (Ganfardine) gilt außerdem absoluter Schutz vor externen Verschmutzungsquellen und anthropogener Kontamination. Ziel ist es, ihre bestehende Naturnähe zu bewahren und die Ökosystemfunktion zu stärken. Der Rio Ganfardine ist als sekundärer ökologischer Korridor ausgewiesen und trägt wesentlich zur Diversifizierung naturnaher Lebensräume bei. Bei der Einordnung dieser Angaben ist daher zwischen einem geschützten beziehungsweise ökologisch ausgewiesenen Raum und einem konkret beschriebenen touristischen Angebot zu unterscheiden.
Wenn Sie Ganfardine für Ihre Reiseauswahl prüfen, können Sie den Ort somit anhand klarer Schwerpunkte betrachten: Die Flugplatzgeschichte bietet eine Folge datierter Ereignisse aus dem frühen 20. Jahrhundert, während Ex Cava Ceriani (Ganfardine) und der Rio Ganfardine für ausgewiesene Naturnähe, Schutz und ökologische Funktion stehen. Weitere Ziele zur Orientierung finden Sie hier: Sandra, Bovolone, Castelnuovo Del Garda, San Martino Buon Albergo, Villafranca Di Verona, Bionde, Oppeano und Erbezzo.
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