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Bovolone: Feuchtgebiet und frühe Kirchenkunst

Unterkünfte in Bovolone

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Für eine Reise nach Bovolone stehen zwei unterschiedliche Themen im Mittelpunkt: das Feuchtgebiet des Parco Valle del Menago und die frühe Kirchenarchitektur der Pieve di San Giovanni Battista in Campagna. Der Park liegt unmittelbar neben Bovolone; die antike Taufkirche befindet sich abseits in der Landschaft des Ortes. Damit unterscheiden sich ein Landschaftsschwerpunkt und ein historischer Kirchenkomplex klar voneinander.

Der Parco Valle del Menago

Der Parco Valle del Menago entstand 1995 zur Wiederherstellung und zum Schutz eines wertvollen Feuchtgebiets. Das Jahr ordnet seine Entstehung ein; ebenso wichtig für seine Charakterisierung sind die beiden Ziele Wiederherstellung und Schutz. Damit steht in Bovolone ein konkreter Landschafts- und Naturschutzbezug im Mittelpunkt. Wer seine Zielwahl an Naturthemen ausrichtet, kann diesen Schwerpunkt der Bau- und Kunstgeschichte der Pieve gegenüberstellen.

Die Pieve di San Giovanni Battista in Campagna

Die Pieve ist eine antike Taufkirche und ein Komplex aus zwei deutlich unterschiedlichen Kirchen. Die ursprüngliche Kirche und das Baptisterium sind verschiedene bauliche Teile dieser Anlage. Von der ursprünglichen Kirche sind die gegliederten Fundamentreste der Haupthalle erhalten; sie stammen wahrscheinlich aus dem 5. Jahrhundert. Das Baptisterium wurde im 6. Jahrhundert errichtet. Die Zeitangaben beziehen sich somit auf unterschiedliche Teile des Komplexes und nicht auf eine einzige Bauphase.

Vom Baptisterium sind seine Fundamente sowie die Reste eines Taufbeckens für die Immersion erhalten. Immersion bezeichnet die Taufe durch Untertauchen und präzisiert, welche Taufform mit dem Becken verbunden ist. Zusammen mit den Fundamenten erschließt dieser Befund eine weitere Seite der Pieve: Neben der ursprünglichen Haupthalle gehört auch ein eigener Taufbereich zu den archäologischen Zeugnissen des Komplexes.

Kuppel und Fresken im Oratorium

Im Oratorium liegt der Schwerpunkt auf Architektur und Malerei. Die Kuppel hat einen kreisförmigen Grundriss und ist durch Rippen in acht Segmente gegliedert. Ausgemalt ist sie mit zwei übereinanderliegenden Freskenzyklen: Der eine behandelt das Leben Johannes des Täufers, der andere die Passion Christi. Die räumliche Ordnung der Kuppel und die Themen der Fresken lassen sich dabei getrennt betrachten: Grundriss und Rippen beschreiben ihre Form, während die beiden Bildzyklen unterschiedliche religiöse Inhalte entfalten.

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Naturraum und Baugeschichte im Vergleich

Für die Einordnung Bovolones ergibt sich ein klarer Unterschied zwischen Landschaftsschutz und früher Kirchenarchitektur. Beim Parco stehen das Feuchtgebiet und seine Wiederherstellung und sein Schutz im Vordergrund. An der Pieve treffen archäologische Befunde, verschiedene Bauphasen und die Bildthemen des Oratoriums zusammen. Auch zeitlich sind die Angaben verschiedenen Teilen zugeordnet: dem Parkjahr 1995, den wahrscheinlich ins 5. Jahrhundert datierten Fundamentresten der ursprünglichen Haupthalle und dem im 6. Jahrhundert errichteten Baptisterium. So lässt sich Bovolone nach Natur- oder Kulturinteressen einordnen, ohne die beiden Schwerpunkte zu vermischen. Weitere Reiseziele entdecken: Affi, Castel D'azzano, Sona und Lazise.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Verona.

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