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Concordia Sagittaria entdecken

Unterkünfte in Concordia Sagittaria

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Concordia Sagittaria verbindet römische Archäologie, kirchengeschichtliche Zeugnisse, den Fluss Lemene und regionale Veranstaltungen auf engem thematischem Raum. Wenn Sie Venetien selbstständig entdecken und dabei einen Ort mit konkreten historischen Schauplätzen und einer ausgeprägten Verbindung zu Flusslandschaft und lokaler Küche suchen, bietet die Stadt mehrere unterschiedliche Zugänge: Sie können archäologische Anlagen und die Kathedrale erkunden, einen längeren Rad- und Fußweg am Lemene einordnen oder Veranstaltungen mit regionalem Bezug kennenlernen.

Römische Spuren rund um die Kathedrale

Unter der Kathedrale liegt eine archäologische Anlage mit den Überresten einer dreischiffigen frühchristlichen Basilika. Zu sehen sind dort ein geometrischer Mosaikboden und eine erhöhte Presbyteriumsbank. Dieselbe Anlage bewahrt außerdem einen gut erhaltenen gepflasterten Abschnitt der römischen Via Annia sowie die Überreste des Bischofspalasts. Damit lassen sich an einem Ort bauliche Zeugnisse der frühchristlichen Zeit und der römischen Stadtgeschichte betrachten.

In der archäologischen Anlage Via delle Terme sind ein Abschnitt der nordöstlichen Stadtmauer und eine augusteische Nebenpforte erhalten. Der dortige Thermalkomplex durchlief zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert n. Chr. mehrere Nutzungsphasen. Zu ihm gehörten ein Caldarium und ein Tepidarium. Das Caldarium war etwa 100 m² groß; sein Mosaikboden wurde später durch Marmorplatten ersetzt, während die Wände mit figürlichen Fresken ausgemalt waren.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Domus dei Signini. Im Parco dei Signini sind gegenüber der Via dei Pozzi Romani einige Räume mit ihren Fußböden sichtbar. Die archäologische Anlage umfasst die Überreste von drei römischen Wohnhäusern, die in vier Bauphasen errichtet wurden. Zur augusteischen Phase gehören Räume mit Opus signinum und einem schwarz-weißen Mosaik. Ergänzt wird das römische Bild durch die augusteische Brücke, die über einem alten Flussbett der Reghena nahe dem Eingang der Via Annia nach Concordia liegt.

Kathedrale, Flussufer und Zugang

Die Kathedrale von Concordia Sagittaria liegt am Ufer des Flusses Lemene und ist dem heiligen Stephanus, dem Protomärtyrer, geweiht. Die ursprüngliche Kathedrale, bekannt als Basilica Apostolorum, wurde im Jahr 389 (?) vom heiligen Chromatius, Bischof von Aquileia, geweiht. Die heutige Basilika ließ Bischof Antonio III Feletto im Jahr 1466 errichten. Für den Zugang zum oberen Ausstellungsbereich und zum unteren Bereich der frühchristlichen Basilika an der Kathedralenanlage stehen ein Aufzug und Rampen zur Verfügung.

GiraLemene und Bosco delle Lame

Für eine Verbindung von Kultur- und Landschaftserlebnis steht GiraLemene. Der 38 Kilometer lange Kultur- und Naturhistorische Rad- und Fußweg verläuft entlang des Flusses Lemene und verbindet Gruaro, Portogruaro, Concordia Sagittaria und Caorle in einer durchgehenden Route. Die Strecke ordnet Concordia Sagittaria damit in einen größeren Verlauf entlang des Flusses ein, ohne die archäologischen Orte der Stadt von ihrem eigenen historischen Charakter zu lösen.

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Als eigenständiger Naturraum ergänzt der Bosco delle Lame die historischen Anlagen. Das Gebiet umfasst 24 Hektar, davon acht Hektar Feuchtgebiet, und weist eine hohe Biodiversität auf. Für die Reiseplanung ergeben sich dadurch unterschiedliche Schwerpunkte: römische und frühchristliche Zeugnisse im Ortsbereich, eine längere Route am Lemene oder die Beschäftigung mit einem ausgewiesenen Feuchtgebiet.

Veranstaltungen und regionale Küche

Die Festa dei Ragazzi findet in Concordia Sagittaria seit sechzig Jahren statt und bringt Kinder, Jugendliche, Familien, Betreuer und Freiwillige zusammen. Einen kulinarisch-historischen Zugang bietet die Veranstaltung Il Fiume Lemene – la renga. An den beiden Sonntagen 15. und 22. Februar umfasst sie eine Führung durch das antike Concordia, die römische Stadt, sowie eine Verkostung auf Renga-Basis.

Auch der Renga Tour stellt die lokale gastronomische Tradition von Concordia Sagittaria heraus. Bei dieser Cicchetti-Tour entwickeln Gastronomen verschiedene Cicchetti als Hommage an das historisch mit der Stadt verbundene Gericht Renga. So ergänzt die regionale Küche die archäologischen und landschaftlichen Themen um einen eigenen Zugang zur örtlichen Geschichte.

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Weitere Ziele im übergeordneten Reisebereich

Für die weitere Orientierung können Sie außerdem Cavallino, Stra, Noale, Portogruaro, Noventa Di Piave, Ceggia, Eraclea und San Giorgio di Livenza ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Venedig.