Cona: Kirchen, Villen und eine geprägte Agrarlandschaft
Unterkünfte in Cona
Cona: Kirchen, Villen und eine geprägte Agrarlandschaft
Cona ist für Reisende interessant, die historische Bauwerke und landwirtschaftlich geprägte Landschaften gemeinsam einordnen möchten. In den Kirchen von Cona, Foresto, Cantarana und Conetta liegen unterschiedliche Zeitspuren; Villen und landwirtschaftliche Anlagen machen sichtbar, wie eng Baugeschichte und Urbarmachung miteinander verbunden sind. Für Ihre Orientierung sind dabei nicht nur ältere Zeugnisse wichtig, sondern auch dokumentierte heutige Zustände.
Kirchen und historische Zeitspuren
Die Chiesa della Santissima Trinità di Cantarana wurde 1705 errichtet und am 30. Juli 1718 zur Pfarrkirche erhoben. Die Parrocchia di Santa Maria della Neve in Foresto stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und gehört zum architektonischen Kulturerbe der Diözese Chioggia. Die Chiesa arcipretale di Cona wurde Anfang des 20. Jahrhunderts wiederaufgebaut. In Conetta geht das Oratorio di Santa Maria della Neve auf eine Kapelle zurück, die bereits im 10. Jahrhundert bestand. Damit stehen in den verschiedenen Ortsteilen Bauwerke und Bezüge aus mehreren Jahrhunderten nebeneinander.
Villen zwischen Architektur und Urbarmachung
Besonders anschaulich ist die Villa Tassi Trieste. Sie besteht aus zwei aneinandergrenzenden Anlagen, die trotz unterschiedlicher Bauzeiten denselben Grundriss und eine Nord-Süd-Ausrichtung aufweisen. Das ältere Bauernhaus stammt vermutlich aus dem 17. Jahrhundert und besitzt im Erdgeschoss einen Arkadenportikus auf viereckigen Pfeilern. Die spätere Anlage stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und wurde im Rahmen groß angelegter örtlicher Urbarmachungsarbeiten errichtet.
Auch die Villa Padronale di Monsole, die ebenfalls Meticke genannt wird, ist als landwirtschaftlicher und repräsentativer Wohnsitz mit einem breiten, tiefen Portikus bezeichnet. Bei der Villa Deganello handelt es sich um ein vermutlich aus dem 16. Jahrhundert stammendes Herrenhaus im Zentrum von Cona. Der aktuelle Zustand gehört hier zur Einordnung dazu: Die Villa steht derzeit leer und befindet sich in sehr schlechtem Erhaltungszustand.
Agrarlandschaft und ländliche Erzeugnisse
Die heutige Agrarlandschaft von Cona ist das Ergebnis von Urbarmachungsarbeiten, die im vergangenen Jahrhundert durchgeführt wurden. Ein konkretes Beispiel ist die Corte Civrana: Auf 365 Hektar umfasst sie vielfältige landwirtschaftliche Lebensräume mit Ackerflächen, Gemüseanbau, Gehölzkulturen, Weinbergen, Hecken, Pufferstreifen, Niederungsgehölzen und Teichen. Zu den bedeutenden landwirtschaftlichen Erzeugnissen von Cona gehören Birnen, Walnüsse, Wassermelonen, roter Radicchio di Chioggia und Zuccamarina di Chioggia.
In Pegolotte di Cona stellt eine Molkerei Caciotta aus einer Mischung von Schafmilch und anderer Milch sowie Ricotta her. Diese Erzeugnisse wurden als typische Agrar- und Lebensmittelprodukte der Provinz Venedig ausgewiesen. Bei agrituristischen Betrieben im Gebiet von Cona können Bio-Produkte direkt gekauft und typische lokale Gerichte verkostet werden.
Weitere Orientierung vor Ort
Die Ponte dei Pesi liegt zwischen Cavarzere und Cona, ist 112 Meter lang und wurde 1922 errichtet. Ihre zentralen Ausgleichsbalken sind in der umliegenden Landschaft sichtbar. Zugleich befindet sich die Brücke derzeit wegen mangelnder Instandhaltung und der Witterungseinflüsse in einem schlechten Zustand. Für die Anreise ist außerdem relevant, dass der Bahnhof Cona Veneta an der Bahnstrecke Venezia–Adria liegt.
Weitere Ziele, die Sie für Ihre Reiseplanung einordnen können, sind Teglio Veneto, Dolo, Marcon, Castello Di Brussa, Martellago, Gaggio, Pianiga und Jesolo.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Venedig.