Crocetta-Nogaré: Villen, Wein und Geschichte
Unterkünfte in Crocetta-Nogaré
Crocetta-Nogaré bietet mit Villen, Kirchengeschichte und Weinverkostungen mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt, der Kultur und Kulinarik verbindet. Besonders klar unterscheiden sich Villa Sandi, die Villa di Nogarè und die Chiesa di Sant'Andrea Apostolo: Ihre Baugeschichte, historischen Rollen und die jeweils damit verbundenen Themen reichen von Weinwirtschaft bis Sakralarchitektur.
Villa Sandi: Baugeschichte und Weinverkostung
Villa Sandi wurde 1622 als Wohnsitz der Familie Sandi in der Fraktion Nogarè errichtet und ist Sitz des Weinguts der Familie Moretti Polegato. Das Datum ordnet die Villa als historischen Familienwohnsitz ein; der Weingutssitz bildet einen eigenständigen Bezug zur Weinwirtschaft. So treffen Baugeschichte und Weinwirtschaft in einem benannten Anwesen aufeinander.
Villa Sandi bietet geführte Weinverkostungstouren durch einen Fasskeller aus dem 18. Jahrhundert, unterirdische Galerien und eine Villa im palladianischen Stil an. Besuche erfolgen auf Reservierung. Keller, Galerien und Villa geben den Touren unterschiedliche architektonische Bezüge. Wenn Sie Wein und Architektur zusammen betrachten möchten, finden Sie beide Themen innerhalb derselben geführten Tour.
Villa di Nogarè und Villa Castagna
Die Villa di Nogarè, auch Villa Castagna genannt, ist eine Villa aus dem 17. Jahrhundert mit landwirtschaftlichen Barchessen und einer angegliederten Kapelle. Die Kombination vereint Wohnbau, landwirtschaftliche Bauten und einen sakralen Raum innerhalb eines Anwesens. Die Villa Castagna war die Residenz der venezianischen Adelsfamilie Castagna; die Familie ließ sich 1600 in Nogarè nieder und lebte dort bis 1970.
Ein weiterer historischer Bezug ist das Oratorio di Villa Castagna. Es wurde um 1630 neben dem ehemaligen Palazzo Castagna errichtet und der Purità di Maria sowie dem heiligen Antonius von Padua gewidmet. Die Zeitangaben bezeichnen unterschiedliche Stationen: 1600 steht für die Niederlassung der Familie in Nogarè, um 1630 für den Bau des Oratorio und 1970 für das Ende der Zeit, in der sie dort lebte.
Die Villa Sandi und die Villa di Nogarè bieten unterschiedliche historische Schwerpunkte. Bei Villa Sandi steht die Errichtung als Wohnsitz im Jahr 1622 neben der Verbindung zum Weingut. Bei Villa di Nogarè verbinden sich die Familiengeschichte der Castagna und die Kombination aus Villa, Barchessen und Kapelle. So lässt sich zwischen einem Weingutssitz und einem historischen Anwesen mit landwirtschaftlichen und sakralen Teilen unterscheiden.
Kirche und Baugeschichte
Auch bei der Chiesa di Sant'Andrea Apostolo sind Kirchengebäude und Glockenturm über unterschiedliche Zeitabschnitte einzuordnen. Das heutige Gebäude hat Ursprünge im 17. Jahrhundert; der Glockenturm war ursprünglich ein feudaler Turm. Seine noch heute bestehende Turmspitze wurde zwischen 1740 und 1760 errichtet. Damit stehen die Ursprünge der Kirche und ein später datiertes Bauteil nebeneinander. Am Capitello di Via Sant'Andrea gibt es einen weiteren datierbaren Kunstbezug: Die dortige Statue wurde zwischen 1650 und 1699 geschaffen.
Wein und traditionelle Küche
Bei der Sagra di Nogarè ist Spiedo ein zentrales Gericht; zubereitet wird er nach den überlieferten Ritualen des Gebiets. Damit unterscheidet sich der kulinarische Akzent der Sagra von den geführten Weinverkostungen an Villa Sandi: Hier steht ein traditionell zubereitetes Gericht im Mittelpunkt, dort die Verkostung und der Rundgang durch Keller, Galerien und Villa. Für Ihre Interessenwahl lassen sich Weinerlebnis und Festküche so als verschiedene Themen einordnen.
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