Prata di Pordenone: Villen, Kirchenkunst und Radfahren am Meduna
Unterkünfte in Prata Di Pordenone
Prata di Pordenone lässt sich über unterschiedliche Interessen erschließen: Villen- und Kirchengeschichte, ein Museum zur Auswanderung nach Belgien, eine überlieferte Festtradition und Radfahren am Meduna. Historische Bauwerke führen in verschiedene Jahrhunderte; die Sagra dea Quaia und die Marcia delle Rose geben zeitliche Anhaltspunkte, während der Radweg den Fluss in den Mittelpunkt rückt. Für die Wahl Ihres Reiseziels ist damit zuerst entscheidend, ob Kulturgeschichte, ein Veranstaltungstermin oder eine Radtour Ihren Aufenthalt prägen soll.
Villen und gestaltete Parkräume
Villa Brunetta wurde zwischen 1780 und 1800 von der aus Prata stammenden Familie Brunetta errichtet und wird privat genutzt. Ihr Park ist durch geradlinige Wege in orthogonalem Schema geprägt. Das heißt: Die Wege sind nach einer rechtwinkligen Ordnung angelegt. Heckenbegrenzte Alleen, Rasenflächen und frei stehende hochstämmige Bäume ergänzen die Struktur. Im Süden des Parks liegt ein künstlicher Teich, in dem zahlreiche Wasservögel leben. Die Anordnung lässt sich als Zusammenspiel klarer Linien, gestalteter Flächen und einzelner Bäume betrachten.
Im Zentrum von Prata di Sotto liegt neben der Kirche die Villa Memmo Brunetta. Ende des 16. Jahrhunderts erwarb die Familie Memmo sie durch Erbschaft von den Gonzardi. Die ähnlich benannten Villen stehen für unterschiedliche Episoden: Die Villa Memmo Brunetta gehört zur Familiengeschichte des späten 16. Jahrhunderts, während die Villa Brunetta zwischen 1780 und 1800 errichtet wurde.
Kirchengeschichte und gotische Grabkunst
Die Chiesa dei Santi Simone e Giuda Taddeo wird im Testament von Guecello II. di Prata vom 7. August 1262 erwähnt. San Giovanni dei Cavalieri wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet, wahrscheinlich auf Veranlassung desselben Guecello, und war Teil eines Hospizes der Johanniter von Jerusalem.
San Giovanni dei Cavalieri bewahrt gotische Skulpturzeugnisse aus Friaul. Dazu gehören Grabplatten aus dem 14. Jahrhundert mit Darstellungen der Priester Giacomo da Prata (1330) und Bonaccorso (1337) sowie die Grabarkade von Pileo da Prata (1325). Die datierten Werke geben der gotischen Grabkunst konkrete Namen und Zeitpunkte; Grabplatten und Grabarkade stehen dabei für unterschiedliche Formen des Totengedenkens.
Museum, Tradition und Wege am Meduna
Ein anderer Zugang zur Geschichte führt zum Museo della Miniera di Prata im Zentrum von Prata. Es erinnert an die Arbeit vieler einheimischer Mitbürger, die insbesondere nach Belgien ausgewandert waren. Damit kommt neben der Bau- und Kirchengeschichte auch die Erinnerung an Arbeit und Auswanderung in den Blick.
Die Sagra dea Quaia wird in Prata seit mehr als 50 Jahren als Tradition weitergegeben. Sie beginnt am zweiten Donnerstag im Juli und dauert 11 Tage. Für die Marcia delle Rose starten sowohl die 6-Kilometer- als auch die 12-Kilometer-Strecke an der Piazza Wanda Meyer in Prata di Pordenone. So stehen ein wiederkehrender Veranstaltungszeitraum und zwei konkrete Streckenlängen als unterschiedliche Anhaltspunkte für die Reiseplanung nebeneinander.
Der Radweg Livenza and Meduna Rivers Ring (R057) führt nach Prata di Pordenone. Dort können Radfahrende am Fluss Meduna entlangfahren und ihn aus nächster Nähe betrachten. Im Vergleich zur Marcia, deren Strecken mit sechs und zwölf Kilometern angegeben sind, liegt der konkrete Schwerpunkt hier auf der Fahrt am Fluss.
Für eine Unterkunftssuche in Prata di Pordenone können Sie Ihren Schwerpunkt zuerst festlegen: Villen- und Kirchengeschichte, Museum, Veranstaltung oder Radfahren am Meduna führen zu unterschiedlichen Reiseplänen. Wenn Sie weitere eigenständige Ortsseiten in Ihre Auswahl einbeziehen möchten, entdecken Sie auch Ghirano, Tramonti di Sotto, Valeriano, Caneva, Fanna, Budoia, Maniago und San Martino Al Tagliamento.
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