Pasiano di Pordenone entdecken
Unterkünfte in Pasiano di Pordenone
Pasiano di Pordenone verbindet mehrere historische Zeitschichten: venezianisch geprägte Villen, weitläufige Parkanlagen, einen seit dem Mittelalter dokumentierten Mühlenkomplex und Spuren der römischen Besiedlung. Für Sie entsteht daraus ein Reiseziel, dessen Besonderheiten weniger in einem einzelnen Bauwerk als im Nebeneinander von Architektur, Landschaft und Archäologie liegen.
Villen als historische Zeugnisse
Die Villa Gozzi wurde zwischen 1740 und 1745 nach einem Entwurf des venezianischen Literaten Gasparo Gozzi errichtet. Ihr Standort geht auf ältere Gebäude zurück, die eine Furt über den Fluss Meduna schützten. In der Villa sind stuckverzierte Decken, venezianische Terrazzo-Böden, Mobiliar aus dem 18. Jahrhundert und die von der Familie Gozzi zusammengetragene Bibliothek erhalten. Der Park umgibt das Gebäude, erstreckt sich zur zugehörigen Landschaft und grenzt an den Meduna. Damit gehören Bauwerk und Flusslandschaft in der überlieferten Beschreibung eng zusammen.
Eine weitere historische Anlage ist die Villa Chiozza Luppis. Sie wurde im 19. Jahrhundert über sehr alten klösterlichen Vorgängerbauten zu einer Villa umgestaltet. Ihr Park zeigt eine anders geprägte, aber ebenso konkrete Verbindung von Architektur und Gartenraum: Hochstämmige Bäume stehen zwischen Buchsbaumhecken und Rasenflächen. Hinzu kommen mehrere Statuen, Bänke, ein Eishaus sowie ein Brunnen, der von einer rechteckigen Balustrade eingefasst ist. Diese einzelnen Elemente machen die Anlage auch für Reisende interessant, die neben der Baugeschichte die Gestaltung historischer Parks einordnen möchten.
Parco dei Molini und weitere Kulturspuren
Der Komplex Parco dei Molini umfasst die alte Mühle, einen weitläufigen Park, die Casa Ciot und den angrenzenden Parco delle Munaressa. Er wurde erstmals in einem Dokument vom 31. März 1190 erwähnt. Die Datierung verankert den Ort in einer langen Geschichte, während die Verbindung aus Mühle, Park und weiteren Gebäuden unterschiedliche Funktionen innerhalb des Komplexes sichtbar macht.
Auch kleinere Einzelzeugnisse ergänzen das kulturelle Bild. Die Orgel in der Pfarrkirche San Paolo Apostolo wurde 1905 von Beniamino Zanin gebaut. Die Villa Querini stammt aus dem Jahr 1542 und zählt zu den ältesten Villen im westlichen Friaul. An ihrer Fassade finden sich eine dreiteilige Fensteröffnung aus dem 16. Jahrhundert und eine Serliana. Zusammen mit den späteren Villen und den historischen Parkanlagen lässt sich so eine Entwicklung über mehrere Jahrhunderte nachvollziehen.
Römische Landschaft und Radrundroute
Die römische archäologische Landschaft von Pasiano war in die römische Straßen- und Zenturienplanung eingebunden. Zu ihr gehörten ländliche Villen und Höfe, die verschiedenen Produktionstätigkeiten dienten. Unter den in Pasiano entdeckten römischen Materialien befinden sich Ziegel, Dachziegel, Mosaiksteine, feines und gewöhnliches Tafelgeschirr, verschiedene Behälter, Öllampen und Werkzeuge. Diese Funde ergänzen die sichtbaren Villen und Parks um eine ältere, stärker archäologisch geprägte Dimension.
Wer die historischen Orte in eine längere Fahrradtour einordnen möchte, findet eine anspruchsvolle, wegen ihrer Länge herausfordernde Radrundroute mit Start und Ziel am Bahnhof von Sacile. Sie führt über Brugnera, Portobuffolè, Pasiano und Prata und erreicht vier venezianische Villen. Die Route verbindet damit mehrere Orte und macht die Villenlandschaft zum übergreifenden Thema einer ausgedehnten Rundfahrt.
Weitere Orte zur Reiseorientierung
Für Ihre weitere Orientierung können Sie außerdem Brugnera, Frazione di Villa D'arco, Andreis, Carbona, Vivaro, Pordenone, Valeriano und Sesto Al Reghena weiter erkunden.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pordenone.