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Borgoricco entdecken

Unterkünfte in Borgoricco

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Borgoricco verbindet ein außergewöhnlich klar erkennbares Landschaftsbild mit Zeugnissen verschiedener Epochen. Das Graticolato von Borgoricco bildet mit langen, geraden Straßen ein Schachbrettmuster. Wer sich für die römische Geschichte und die gewachsene Kulturlandschaft Venetiens interessiert, findet hier einen Ort, an dem historische Ordnung, Museum und Sakralbauten unterschiedliche Zugänge zur Geschichte und Kulturlandschaft Venetiens eröffnen.

Das römische Graticolato als Ortsbild

Die geraden Straßen des Graticolato geben Borgoricco eine besondere räumliche Lesbarkeit. Das Muster verweist auf die römische Landvermessung, deren Einteilung bis heute ein wichtiger Bestandteil des Ortscharakters ist. Die Centurien der römischen Landvermessung waren Quadrate mit einer Seitenlänge von etwa 710 Metern.

Für Ihre Reiseplanung bedeutet das: Borgoricco lässt sich nicht nur über einzelne Ziele kennenlernen, sondern auch über die Struktur des Ortes. Gerade Linien, regelmäßig angelegte Flächen und die erhaltene historische Prägung bilden den Hintergrund für die kulturellen Stationen, die sich mit dem Ort verbinden. Das ist ein anderer Zugang als eine reine Abfolge von Sehenswürdigkeiten und besonders interessant, wenn Sie Landschaft und Geschichte gemeinsam betrachten möchten.

Museum und römische Geschichte

Das Museo della Centuriazione Romana ist in drei Abteilungen gegliedert, die der vor- und frühgeschichtlichen, der römischen und der nachantiken Epoche gewidmet sind. Dadurch reicht sein zeitlicher Rahmen über die römische Vermessung hinaus. Die Sammlung ordnet die örtliche Geschichte in mehrere Epochen ein und bietet damit einen breiteren Zugang zur Entwicklung des Gebiets.

Zu den bemerkenswerten Exponaten gehört eine römische Pferdebestattung, die bis heute außergewöhnlich gut erhalten ist. Sie verleiht der römischen Abteilung ein konkretes, anschauliches Einzelstück. Zusammen mit der Gliederung in drei Epochen entsteht ein Besuchsziel, das sowohl die frühe Besiedlung als auch die römische und nachantike Geschichte berücksichtigt.

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Kirchen und venezianische Architektur

Auch die Sakralbauten setzen unterschiedliche historische Akzente. Das heutige Gebäude der Pfarrkirche S. Leonardo wurde 1772 als einschiffige Kirche errichtet. In der Via Straelle besitzt das Oratorio del Rosario eine auf 1684 datierte Sonnenuhr. Beide Daten machen die zeitliche Tiefe der örtlichen Bau- und Erinnerungskultur sichtbar, ohne dass die Gebäude derselben Epoche angehören.

Weitere Stationen stammen aus dem 20. Jahrhundert: Die Erzpriesterkirche S. Eufemia wurde 1946 wiederaufgebaut, die Pfarrkirche San Michele delle Badesse 1957 eingeweiht. Dadurch zeigt sich in Borgoricco nicht nur erhaltene ältere Architektur, sondern auch, wie sakrale Gebäude in späteren Jahrzehnten neu errichtet oder weitergeführt wurden. Die Kirche San Nicolò in Favariego gehört zu den ältesten Sakralbauten im Gebiet des Camposampierese.

Villa Bressanin ist eine typische venezianische Villa mit Barchessa und ergänzt die kirchlichen Zeugnisse um ein profanes Beispiel venezianischer Architektur. Gemeinsam ergeben Museum, Kirchen, Oratorio und Villa ein vielseitiges kulturelles Profil: Die römische Landvermessung steht neben späteren religiösen Bauten und einer venezianischen Villa, ohne dass diese Stationen zu einer einzigen Epoche zusammenfallen.

Weitere Orte in Venetien einordnen

Wenn Sie Borgoricco mit weiteren Orten im Portal vergleichen möchten, können Sie außerdem Agna, Maserà Di Padova, Saletto, Saccolongo, Monselice, Cornoleda, Padua und Pontelongo aufrufen.

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