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Villanova: Geschichte, Landschaft und Radfahren

Unterkünfte in Villanova

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wiederaufbau und wirtschaftliche Entwicklung

Der Ortskern von Villanova wurde bei der Vajont-Katastrophe zerstört. Im Zuge des Wiederaufbaus sollten Industriebetriebe in Villanova angesiedelt werden. In der Zeit nach der Katastrophe entwickelte sich Villanova zu einem ausgedehnten Gebiet und zu einem wichtigen wirtschaftlichen Bezugspunkt der Provinz. Die Zona Industriale Villanova di Longarone gilt als eines der bedeutenden Produktionszentren der Provinz Belluno. Die Ortsentwicklung umfasst damit unterschiedliche Stationen: den tiefen Einschnitt, eine Planung im Wiederaufbau und die wirtschaftliche Bedeutung, die Villanova danach gewann. Planung und spätere Entwicklung sind dabei zwei eigene Aspekte der Geschichte.

Vajont-Geschichte und weitere historische Bezüge

Bei der Vajont-Katastrophe wurden entlang des Piave-Tals 1.450 Todesopfer registriert. Der geografische Bereich reicht zwischen dem Zentrum von Longarone und den nahe gelegenen Fraktionen Rivalta, Pirago, Faè und Villanova. Eine andere historische Zeitebene eröffnet Erwin Rommels Tagebuch vom 9. November 1917. Darin beschreibt Rommel Villanova gemeinsam mit Longarone, Dogna, Rivalta, Pirago, dem Torrente Maè und dem Anwesen Faè als einen der Orte seiner Aktion zur Blockierung des Rückzugs italienischer Truppen aus den Dolomiten und dem nordwestlichen Friaul. Die Militäraktion von 1917 und die Vajont-Katastrophe sind eigenständige historische Bezüge zum Ort.

Für die Geschichte des Vajont-Ereignisses ist auch das Museo Longarone Vajont – Attimi di Storia ein Anknüpfungspunkt. Die 2023 beschriebene Präsentation ordnete das Ereignis chronologisch und nutzte Fotografien, Fundstücke und Multimedia-Tafeln. Die zeitliche Gliederung und die verschiedenen Medien boten einen eigenen Zugang zur Ereignisgeschichte.

Landschaft und Radfahren

Die große alluviale Ebene zwischen Castellavazzo und Villanova umfasst das Messegelände von Longarone sowie Schulen und kommunale Sportanlagen, die durch einen Uferdamm geschützt werden. Davon zu unterscheiden ist die Ebene von Villanova-Faè: Sie wurde trockengelegt und später „campagna Protti“ genannt. Damit gehören sowohl die Einrichtungen der großen Ebene als auch die Geschichte der Trockenlegung zu den landschaftlichen Bezügen der Gegend.

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Für Radfahrende ist der Radweg „La lunga via delle Dolomiti“ ein weiterer konkreter Bezug zum Piave. Er verläuft am Piave-Uferdamm entlang der öffentlichen und sportlichen Einrichtungen von Longarone. Eine kommunale Nebenstraße ermöglicht außerdem den Zugang zum betreffenden Gebiet. Sie verläuft parallel zum Uferdamm und führt von der ausgedehnten Zona Industriale Villanova di Longarone heran. So lassen sich die Route am Uferdamm und der Zugang über die Nebenstraße als unterschiedliche Orientierungspunkte für die Ortswahl einordnen. Für die Reiseplanung sind die Ortsbezüge verschieden: Die historischen Bezüge betreffen Villanova; die Radroute verläuft am Piave-Uferdamm bei Longarone.

Weitere Reiseziele entdecken: Rocca Pietore, Soverzene, Colderù, Padola, Santa Giustina, Vodo Cadore, Pian del Cansiglio, Pascoli.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Belluno.

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