Longare
Unterkünfte in Longare
Longare zwischen Baugeschichte und Felslandschaft
Wenn Sie Venetien neben den bekannten Städten auch über Baugeschichte, markante Felslandschaften und lokale Besonderheiten kennenlernen möchten, bietet Longare mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte. Die historischen Zeugnisse reichen von religiösen Gründungen und Villenarchitektur bis zu Höhlen, die über lange Zeiträume unterschiedliche Funktionen erfüllten. Dazu kommen ein dokumentierter Kletterstandort, ein Weg in Costozza und ein lokales Produkt, dessen frühe Erzeugung mit den umliegenden Felsen verbunden ist.
Historische Orte mit unterschiedlichen Geschichten
Der Eremo di San Cassiano ist ein Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert, in das eine etwa tausend Jahre ältere Kirche einbezogen wurde. Noch heute sind dort in den Fels gehauene Gräber sichtbar. Für Ihren Besuch ist die Zugangsform entscheidend: Der Eremo ist ausschließlich zu Fuß über einen Weg erreichbar, der an den Felsen von Lumignano entlangführt.
Villa Eolia wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von Graf Francesco Trento als Pavillon und Sitz der Accademia Eolica errichtet. Palladio beschrieb die Villa 1570 im zweiten Buch der „Quattro libri dell’architettura“. Ein besonderes architektonisches Detail ist das kostbare durchbrochene achteckige Steingitter. Durch dieses kann temperierte Luft aus den Höhlen des Berges über unterirdische Gänge aufsteigen.
Auf einem Felssporn steht die Benediktinerpfarrei Pieve di San Mauro Abate. Sie zählt zu den ältesten religiösen Gründungen im Gebiet von Vicenza und ergänzt das historische Profil Longares um einen weiteren religiösen Bezug.
Höhlen, Steinbrüche und Wege
Hinter Lumignano liegen die Covoli dei Berici, natürliche Höhlen in den Kalksteinfelsen. Die Felsöffnungen wurden vom Jung- und Mittelpaläolithikum bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts genutzt. Ihre Funktionen veränderten sich dabei deutlich: Sie dienten als Siedlungsplätze, befestigte Zufluchten, Einsiedeleien und Unterkünfte für Haustiere.
Auch das Gebiet der ehemaligen Steinbruchanlage Ex Cava Volto di Costozza gehört zu den landschaftlich geprägten Themen des Ortes. Heute bietet es Veranstaltungen und Besichtigungen. Zugleich dient das Areal als experimentelles Projekt zur Wiederherstellung natürlicher Lebensräume und zu deren didaktisch-ökologischer Aufwertung.
Für eine Wegverbindung in Costozza ist der Sentiero del Monte Brosimo klar beschrieben: Er beginnt und endet an der Piazza da Schio. Damit lässt sich der Ausgangspunkt dieses Weges eindeutig mit einem Platz im Ort verbinden, ohne weitere Angaben zu Strecke oder Gehzeit vorauszusetzen.
Klettern in Lumignano und wichtige Einschränkungen
Die Kletterfelsen von Lumignano wurden bereits 1920 von Bergsteigern zur Vorbereitung auf Dolomitenbesteigungen genutzt. Heute gelten sie international als Referenz für Sportklettern. Ausgewiesen sind 30 neue Routen für Erwachsene und 15 für Kinder.
Gleichzeitig gelten am Dente di Lumignano konkrete Einschränkungen: Das Klettern ist auf 21 Routen an der Südseite und auf 32 Routen an der Westseite verboten. Der betroffene Bereich liegt links der „CLASSICA“. Diese Angabe gehört deshalb zur Orientierung am Fels ebenso wie die ausgewiesenen Routen.
Bisi di Lumignano
Die Gemeinde Longare erkannte die „Bisi di Lumignano“ seit 2008 im Rahmen ihrer DECO-Regelung als typisches lokales Produkt an. Bei diesen Erbsen ermöglicht die von den umliegenden Felsen gespeicherte Wärme eine außergewöhnlich frühe Produktion. So erhält die Landschaft von Lumignano neben ihren historischen und sportlichen Bezügen auch eine klar benannte kulinarische Besonderheit.
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