Illasi: Weinmuseum, Burghügel und Kirchenkunst
Unterkünfte in Illasi
Illasi zwischen Wein, Burghügel und Kirchenkunst
Illasi verbindet Wein- und Kunstgeschichte mit dem Burghügel oberhalb des Ortes und Wegen mit Blick auf zwei Täler. Das macht den Ort für Reisende interessant, die neben ihrer Unterkunft auch die Themen ihres Aufenthalts abwägen möchten. Ein Schwerpunkt liegt auf Weinherstellung und sakraler Kunst; ein anderer ergibt sich aus Burgarchitektur und Landschaft.
Das Castello di Illasi steht auf dem Höhenrücken oberhalb des Ortes. Gemeinsam mit dem nahe gelegenen Castello di Soave hatte es eine strategische Funktion bei der Kontrolle der Talwege. Seine Befestigungsanlage ist verteilt aufgebaut: Sie umfasst einen Wohn-Mastio neben dem militärischen Cassero sowie eine nahezu elliptische Umfassungsmauer. Diese Merkmale verbinden die historische Rolle der Burg mit der konkreten Gliederung ihrer Anlage.
Das Museo del Vino Villa Canestrari befindet sich in einer Villa aus dem 16. Jahrhundert und zeigt historische Werkzeuge und Maschinen zur Weinherstellung und Weinabfüllung. Damit stehen zwei unterschiedliche Arbeitsschritte im Mittelpunkt: die Herstellung des Weins und seine Abfüllung. Für Reisende, die Wein auch als Kulturgeschichte interessiert, ist das ein konkreter Schwerpunkt. Die historische Villa bildet den Rahmen, während Werkzeuge und Maschinen die Arbeit an den beiden Prozessen veranschaulichen. So setzt das Museum einen anderen Akzent als die Sakralbauten, bei denen Architektur, Malerei und Fresken im Vordergrund stehen.
Auch die sakralen Bauwerke setzen unterschiedliche zeitliche und künstlerische Akzente. Die Abbazia Minore di San Zeno Vescovo in Cellore in der Gemeinde Illasi wird wahrscheinlich dem 7. oder 9. Jahrhundert zugeschrieben; Urkunden belegen sie seit 1037. Die Entstehungszeit bleibt damit eine wahrscheinliche Einordnung, während 1037 die urkundlich belegte Jahreszahl ist. Die Chiesa di San Giorgio Martire ist neoklassizistisch und bewahrt ein Bronzeportal von Virgilio Audagna sowie Fresken von Carlo Donati. Die Chiesa di Sant’Anna bewahrt ein Gemälde aus dem 14. Jahrhundert, das die heilige Anna mit der kindlichen Maria zeigt. Das Santuario di S. Felice stammt aus dem 9. oder 10. Jahrhundert und bewahrt zahlreiche Fresken. In Illasi reichen die sakralen Kunstbezüge so von einer frühen, nur wahrscheinlich datierten Abtei bis zu einem konkreten Bildmotiv und benannten Kunstwerken. Die verschiedenen Zeitangaben, Stile und Werke vertreten nicht nur eine einzige Epoche.
Für Landschaftsinteressierte lassen sich zwei Wege gut anhand ihres Verlaufs unterscheiden. Der Sentiero degli Olivi verläuft teilweise über den Höhenrücken der Hügel und ermöglicht den gleichzeitigen Blick auf das Val d’Illasi und das Val Tramigna. Der Rundweg Quattro passi tra i vigneti e gli olivi di Illasi führt bis zum Burghügel und bietet Aussicht auf dieselben beiden Täler. Beim Sentiero ist die teilweise Führung über den Höhenrücken ein prägendes Merkmal; beim Rundweg ist es der Weg bis zum Burghügel. Beide greifen das Talpanorama auf, verbinden es aber mit einem anderen Bezugspunkt. Für Ihre Wahl zwischen den Routen können Sie daher abwägen, ob Sie den Höhenrücken oder den Burghügel als Schwerpunkt bevorzugen.
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