Premariacco entdecken
Unterkünfte in Premariacco
Premariacco zwischen Geschichte, Flusslandschaft und Wein
Premariacco verbindet historische Zeugnisse mit einer markanten Landschaft am Natisone. Wenn Sie für Ihre Reise durch Venetien einen Ort nach seinen kulturellen und natürlichen Besonderheiten auswählen, finden Sie hier mehrere klar unterscheidbare Themen: mittelalterliche Spuren, Erinnerungsorte des Zweiten Weltkriegs, ein Freilichtmuseum, Weintradition und die Natisone-Schlucht mit ihren besonderen geologischen Formen. Für eine ergänzende Ortsorientierung können Sie auch Orsaria einbeziehen.
Historische Orte und Kunst im Freien
Ein prägnantes Zeugnis der älteren Geschichte ist der quadratische Turm der Centa di San Silvestro. Er stammt aus der Zeit um 1100 und wurde im 17. Jahrhundert zum Glockenturm umgebaut. Die mittelalterliche Centa lag um die ehemalige Kirche San Silvestro in Premariacco. Von ihrer Fläche führt ein von zwei Mauereinfassungen gesäumter Weg bis in die Nähe des Flusses Natisone. Damit lassen sich an diesem Ort historische Siedlungsspuren und die Flusslandschaft in einem gemeinsamen Zusammenhang betrachten, ohne die frühere Centa als heutige Anlage umzudeuten.
Eine andere Facette bietet der Parco Sculture Braida Copetti in Leproso di Premariacco. Das 15.000 m² große Freilichtmuseum ergänzt die historischen Schauplätze um Kunst im Außenraum. Auch die Geschichte des Campo PG57 gehört zum örtlichen Profil: Das Kriegsgefangenenlager war von 1941 bis 1943 in Betrieb. Die erhaltene Kapelle wurde von den dort gefangenen alliierten Soldaten erbaut und in den 1990er-Jahren von der Associazione nazionale genieri e trasmettitori d'Italia (Anget) restauriert. Im Gebiet Grupignano/San Mauro waren während des Zweiten Weltkriegs mehr als 4.000 neuseeländische und australische Soldaten untergebracht, die größtenteils in Afrika gefangen genommen worden waren.
Die Natisone-Schlucht und ihre Zugänge
Der betreffende Abschnitt des Natisone reicht bis in die Landschaft von Premariacco und Firmano. Der Fluss hat dort eine in alte alluviale Ablagerungen eingeschnittene Schlucht gebildet. Durch Wassererosion entstanden Strudellöcher und Felsschutzdächer, die den Charakter dieses Flussabschnitts bestimmen. Für die Orientierung am Wasser ist die Römerbrücke bei Premariacco besonders relevant: Sie gehört zu den am leichtesten zugänglichen Aussichtspunkten über den Natisone.
Entlang der Natisone-Schlucht gibt es außerdem zahlreiche Fußzugänge zum Fluss. Sie sind über Seitenstraßen der SS54 sowie über die Straße zwischen Carraria und San Quirino erreichbar.
Weintradition und artenreiche Landschaft
Rocca Bernarda produziert in Premariacco seit 1559 Wein. Die Villa-Burg wurde 1567 von Jacopo und Bernardo di Valvason Maniago erbaut. Rocca Bernarda gilt seit jeher als Bezugspunkt für Picolit, einen seltenen Meditationswein der Colli Orientali. Geschichte, Bauwerk und Weintradition gehören hier daher eng zu den Themen, nach denen Sie Premariacco als Reiseziel einordnen können.
Auch das nicht urbanisierte und nicht intensiv bewirtschaftete Umland der Natisone-Schlucht hat eine eigene Besonderheit. Auf mageren alluvialen Böden gibt es dort noch stabile Magerrasen mit artenreicher Flora, darunter viele Orchideen. Dieser Landschaftsaspekt ergänzt die historischen und kulturellen Orte um einen Naturraum, der den Natisone und seine alten Ablagerungen sichtbar in den Mittelpunkt stellt.
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