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Archäologie zwischen Forum und Museum
Oderzo ist ein Ziel für Sie, wenn Sie antike Stadtgeschichte nicht nur in einzelnen Exponaten, sondern auch in sichtbaren Bau- und Bodenresten nachvollziehen möchten. Das Museo Archeologico Eno Bellis wurde 1881 für die Öffentlichkeit eröffnet und befindet sich heute in der Barchessa des Palazzo Foscolo. Sein Rundgang vereint Zeugnisse aus unterschiedlichen Epochen.
Im vorrömischen Bereich sehen Sie venetische Inschriften, Votivbronzen und zoomorphe Terrakotten. Hinzu kommt eine eiserne und bronzene Pferdeausrüstung aus einer Pferdebestattung. Der römische Bereich zeigt Funde aus römischen Brunnen, steinerne Grabdenkmäler aus der opiterginischen Nekropole, wertvolle Grabbeigaben, Bronzen und häusliche Ausstattungsgegenstände. Am Ende des Rundgangs stehen mehrfarbige spätantike Mosaike. Sie schmückten einst den Fußboden einer wohlhabenden städtischen Domus und gehören damit ausdrücklich zur historischen Ausstattung eines früheren Hauses.
Ein zweiter Schwerpunkt ist die Area del Foro Romano e Domus via Mazzini. Dort sind sichtbare Reste eines Forums aus der augusteischen Zeit erhalten. Der gepflasterte Platz weist eine festgestellte Breite von 40 Metern und eine Länge von mindestens 98,7 Metern auf. Zur Anlage gehören außerdem Reste, die mit der städtischen Basilika verbunden sind, sowie das Fundament einer monumentalen Treppe. Diese wird wahrscheinlich dem Kapitolstempel der Stadt zugeordnet, einem Tempel für die kapitolinische Trias. Die Domus via Mazzini bewahrt Mosaikböden und die Reste eines mit einem Hypokaustum beheizten Raums, der dem Thermalbereich des Hauses zugeordnet wird.
Kunst und historische Orientierung
Auch die religiöse Kunst ist in Oderzo mit mehreren eigenständigen Stationen vertreten. Der Duomo di San Giovanni Battista bewahrt Werke von Palma il Giovane, Pomponio Amalteo und Andrea Bellunello. Das Museo del Duomo präsentiert sakrale Kunstwerke und liturgische Ausstattungsgegenstände aus dem 16. bis zum 20. Jahrhundert. Zu diesem Museum gehört außerdem ein Zyklus von fünf Gemälden mit Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers. Pomponio Amalteo schuf ihn 1546 als Ölgemälde auf Leinwand.
Weitere markante Zeugnisse liegen an konkreten Plätzen und Zugängen. Das an der Piazza Grande gelegene Casa Ottoboni-Saccomani ist mit Fresken aus dem 16. Jahrhundert geschmückt. Der erhaltene historische Zugang Porta di Treviso ist auch unter dem Namen Toresin beziehungsweise Torresin bekannt. Wenn Sie Ihren Aufenthalt thematisch ordnen möchten, lassen sich damit archäologische Funde, sakrale Kunst und erhaltene historische Architektur als unterschiedliche Besichtigungsschwerpunkte voneinander trennen.
Spazierwege am Monticano und Zeit im Grünen
Für eine ruhigere Ergänzung zu den Kulturstätten verläuft der Fluss Monticano entlang des historischen Zentrums von Oderzo. Sein Uferdamm bietet einen Spazierweg, von dem aus mehrere Routen begangen werden können.
Familien finden mit den Giardini Ca’ Diedo einen öffentlichen städtischen Park zum Spazierengehen, Entspannen, Sporttreiben und Spielen mit Kindern. Zur Ausstattung gehören Schaukeln, Kletteranlagen, hölzerne Schaukelpferde und Bänke. Der Park ergänzt die archäologischen und kunsthistorischen Angebote um einen ausdrücklich auf Bewegung, Aufenthalt und Spiel ausgerichteten Ort.
Praktische Anlaufstelle und weitere Ziele
Das Touristeninformationsbüro Ufficio IAT Oderzo befindet sich in der Via Garibaldi 65 im Palazzo Foscolo. Für Ihre weitere Orientierung können Sie Oderzo außerdem mit Susegana, Valdobbiadene, Ponte Di Piave, Loria, Gaiarine, Fonte, Casier und Musestre vergleichen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Treviso.