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Fogliano Redipúglia entdecken

Unterkünfte in Fogliano Redipúglia

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Fogliano Redipúglia verbindet zentrale Erinnerungsorte des Ersten Weltkriegs mit einer Landschaft, in der markierte Wege, Schützengräben und militärische Stellungen unmittelbar zum Ortsbild gehören. Das Sacrario di Redipuglia liegt am Westhang des Monte Sei Busi. Seine monumentale Treppenanlage besteht aus 22 Stufen und enthält die sterblichen Überreste von mehr als 39.800 namentlich bekannten Gefallenen. Für Ihre Reiseentscheidung ist der Ort deshalb vor allem dann interessant, wenn Sie Kultur, Gedenkorte und historische Landschaft miteinander verbinden möchten.

Gedenkstätten und Museen in Fogliano Redipúglia

Hinter der 22. Stufe des Sacrario di Redipuglia liegen zwei symmetrisch angeordnete Museumsräume. Einer widmet sich den Goldmedaillen und den Werken des Malers Giuseppe Ciotti, der andere persönlichen Gegenständen und kleinen Erinnerungsstücken der Gefallenen. Das Sacrario Militare und der Parco delle Rimembranze am Colle Sant’Elia sind dauerhaft geöffnet. Im Park sehen Sie Gedenkwerke, österreichisch-ungarische Befestigungen, Schützengräben und Tunnel sowie 30 Artilleriegeschütze, von denen viele als selten gelten.

Der Cimitero Militare di Redipuglia „Invitti 3^ Armata“ auf dem Colle Sant’Elia wurde als Standort dieses Friedhofs ausgewählt. Dort wurden etwa 30.000 Kriegstote bestattet, von denen 5.860 ihre Identität bewahrt hatten. Gedenksteine entlang der Treppe und rund um den Gipfelplatz, Inschriften sowie bronzene Nachbildungen militärischer Gegenstände halten die ursprüngliche Gestaltung in Erinnerung. Einen weiteren eigenständigen Erinnerungsort bildet der Cimitero austro-ungarico di Fogliano Redipuglia, der einen Kilometer vom Sacrario di Redipuglia entfernt liegt und die sterblichen Überreste von 14.550 Soldaten umfasst. Ungarische, bosnische, slawische und rumänische Familiennamen machen dort die multiethnische Dimension des Habsburgerreichs sichtbar.

Das Museo Multimediale della Grande Guerra ist seit 2014 im ehemaligen Bahnhof von Fogliano Redipúglia untergebracht. An drei Touchscreen-Stationen bietet es einen selbstständigen Zugang zu einer Fotosammlung mit mehr als 1.200 Bildern. In der Chiesa di Santa Elisabetta finden Sie Innenausstattungen und -dekorationen der örtlichen Maler Corrado Zimolo, Carlo Mauri und Giulio Justolin sowie eine hölzerne Madonnenstatue aus dem 14. Jahrhundert. Die Chiesetta di Santa Maria in Monte entstand im Zentrum einer venezianischen militärischen Anlage. Ihr Garten ist weiterhin von einer sternförmigen, teilweise original erhaltenen Mauer umgeben, die der Kommandant Antonio Priuli während der Guerre Gradiscane zwischen Venedig und dem Kaiserreich errichten ließ.

Karstlandschaft, Wege und historische Stellungen

Das Museo all’aperto della Dolina del XV Bersaglieri liegt auf den Schlachtfeldern des Karstplateaus Monte Sei Busi zwischen Fogliano Redipúglia und Ronchi dei Legionari. Markierte Wege führen zu Schützengräben, Tunneln und militärischen Stellungen. Mit dem Auto erreichen Sie das Freilichtmuseum, nachdem Sie etwa zweieinhalb Kilometer auf der Straße von Redipuglia nach Doberdò del Lago zurückgelegt haben; anschließend führt ein Fußweg zum Monte Sei Busi auf 118 Metern über dem Meeresspiegel. Von dort reicht der Blick über die gesamte ehemalige Isonzo-Front, vom Monte Krn beziehungsweise Nero bis zum Golf von Triest, der vom Monte Hermada begrenzt wird.

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Auch die Trincea delle Frasche zeigt, wie eng Naturraum und Militärgeschichte am Karst verbunden sind. Sie war eines der frühen und scheinbar uneinnehmbaren österreichisch-ungarischen Verteidigungssysteme, die in den harten Fels des Karsts gegraben wurden. Die ursprünglichen Abschnitte sind teilweise verfüllt und in der umliegenden Gehölzvegetation nur noch schwach sichtbar. Rund um den Gipfel des Monte Sei Busi ist außerdem ein Abschnitt des sogenannten Trincerone italiano zu sehen, der auch als Trincea Mazzoldi bekannt ist. In der Nähe der Trincea delle Frasche führen leichte, markierte Wege zum Gedenkstein für Filippo Corridoni und zur Pyramide für die Infanteristen der Brigata Sassari.

Anreise und passende Ortsorientierung

Das Sacrario di Redipuglia ist mit dem Auto über die Autobahn Venedig–Triest, die Ausfahrt Redipuglia und anschließend zwei Kilometer in Richtung Fogliano Redipúglia erreichbar. Mit dem Zug gelangen Sie über den Bahnhof Redipuglia an der Strecke Udine–Görz–Triest in die Gegend. Der Flughafen Ronchi dei Legionari liegt in fünf Kilometern Entfernung, der Hafen von Triest in etwa 45 Kilometern. Für die historische Einordnung vor Ort können Sie außerdem das ganze Jahr über Exkursionen des Projekts Sentieri di Pace nutzen, die von Begleitern mit Spezialisierung auf das Thema des Ersten Weltkriegs organisiert werden.

Wenn Sie neben Fogliano Redipúglia weitere Ziele derselben Hierarchie vergleichen möchten, finden Sie hier Medea (Medea), Polazzo (Polazzo), Ronchi Dei Legionari (Ronchi Dei Legionari), Savogna D'isonzo (Savogna D'isonzo), San Pier d'Isonzo (San Pier d'Isonzo), Pieris (Pieris), Staranzano (Staranzano) und Marina Julia (Marina Julia).

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gorizia.

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